Leben

Ignoranz

Wir begegnen Ihr alle im Laufe des Lebens an irgendeiner Stelle: der Ignoranz.

Hauptsächlich im sozialen Miteinander führt einfältige Verständnislosigkeit dazu, dass du dich viel zu oft missverstanden fühlst.
Deine Intentionen, deine Motivation, gewisse Dinge zu tun oder nicht zu tun, stößt auf frustrierendes Desinteresse deiner Mitmenschen, Familie oder Freunde.

Ignoranz vs. Toleranz

Wir behaupten alle gern von uns, dass wir tolerant und weltoffen sind.

Mir wird das schon nicht passieren (…).
Ich verschließe einfach meine Augen solange, bis ich das Elend nicht mehr sehe …
Ach, na so schlimm ist das nun auch wieder nicht …

Wir gehen lieber davon aus, dass es eher die anderen trifft als uns selbst:

Ausblenden hilft immer!

Dabei zeigt es im Kern, dass wir uns nicht um Andere scheren, es uns nicht kümmert, wir Gefühle nicht beachten (wollen) – es perlt an uns ab!

Wenn ich keine Notiz nehme …

… dann zeigt das im Besonderen, dass zwischenmenschlich ganz grundlegend etwas nicht stimmt. Wenn uns Menschen wichtig sind, wir Ihnen ein Wert beimessen, dann behandeln wir diese nicht auf diskreditierende Art und Weise. Nehme ich mir keine Zeit, obwohl ich Zeit einräumen könnte, ist es immer eine Frage von Interesse, welches dann auch einfach nicht oder zu wenig vorhanden ist.

Sich dem Problem nicht stellen

Im Konfliktfall wollen wir so lieber erstmal „Gras drüber wachsen lassen“, anstatt es offen miteinander zu besprechen.
Haben sich bereits länger Missverständnisse und Enttäuschungen vor einander aufgebaut, haben wir oft nicht einmal mehr Lust und Energie, die Mauern wieder einzureißen.
Besser wir geben uns unnahbar, wenden uns ab, verschleiern unsere Wut und versauern innerlich.

Wenn wir einander nicht finden,  finden wir uns damit ab

In einer solchen Situation zu resignieren ist menschlich und nachvollziehbar.Irgendwann fehlt uns einfach der gesunde Bezug zur anderen Person, zum Konflikt an sich oder dem zu Grunde liegenden Sachverhalt. Wir sind tief enttäuscht und damit uns das nicht kaputt macht, ignorieren wir auch dies.
Wir verbittern heimlich, still und leise.

Die heutige Welt schafft Ignoranz untereinander

Wir sind nicht offen.
Wir bewerten, verurteilen und richten über andere ethnische Gruppen, hetzen einander auf, blicken schadenfroh auf das Unglück der Anderen, gaffen Unfallopfer an, haben lieber alle unsere kleinkarierte Ruhe, wollen nicht über den Tellerrand schauen und schauen sowieso am liebsten ganz weg…

Nicht hören – nicht sehen – nicht sprechen

Wie schön das wäre! Sicher wären alle unsere Probleme damit gelöst.
Toleranz kommt jedoch nicht vom Wegschauen oder Verleugnen, nicht vom Kopf in den Sand stecken.
Wir erschaffen kein Verständnis untereinander, indem sich jeder in sich selbst zurückzieht oder wartet, bis der Andere, der „Schuldige“, demütig zu Kreuze kriecht.

Echtes Interesse zeigen

Im proaktiven Vorangehen und durch ehrliche, zugewandte Kommunikation lassen sich die Motive des Anderen ergründen, Dinge besser verstehen, Vorurteilslosigkeit erzeugen.
Voraussetzung dafür ist, dass es einen Wert gibt, dort hin zu streben – grundsätzliches Interesse am Gegenüber zu haben, emotionale Bedürfnisse nach Harmonie und Nächstenliebe befriedigen zu wollen, sich gegenseitig verzeihen zu wollen, um inneren Frieden zu finden.
Doch wer springt schon noch über seinen dunklen, großen, mächtig-stolzen Schatten?

Wann du dich wirklich frei machen musst

Dein Herz, dein Bauch, deine Lebenserfahrung und deine Wertvorstellungen entscheiden darüber – meist unbemerkt wandelst du deine inneren Bilder von Menschen, Situationen, Dingen, die unwichtig werden und sich langsam neu aufzeigende Denkweisen entwickeln.
Im Laufe deiner Persönlichkeitsentwicklung spürst du deutlich, wann Zeit ist, einige Zelte abzubrechen.

Denn …

Wer nicht stets Abschied nimmt, ist noch nicht zu sich gekommen.
Erhard Blanck

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