Leben

Halte inne für einen Moment

Diese kleinen Goldstücke des Tages: Momente, in denen wir innehalten.

Augenblicke, die uns irgendwo abholen, um uns für eine kurze, aber kostbare Zeit an einen anderen, besseren Ort zu bringen.
Atemzüge in der Natur, die uns Frieden im Herzen schenken.
Ungezählte Minuten voller Ruhe in müder Seele.

Die Uhr steht still

Umso älter ich werde, umso mehr sehne ich mich nach diesen kleinen Auszeiten.
Sie tun sich vor mir auf, wenn ich gerade besonders viel zu tun habe oder ich mal wieder im Hamsterrad steckenbleibe und der Takt des Lebens hakt.
Früher habe ich mich dafür verurteilt und die Menschen Träumer genannt, die sich dem hingegeben haben. Bei mir war stets mein Temperament auschlaggebend, die Dinge hauptsächlich energisch und kraftvoll anzugehen. Dies führte auch dazu, dass ich weniger dem eigentlichen Gefühl dahinter vertraute, also auch Kopf über Bauch entscheiden ließ.
Umso mehr Jahre vergehen, umso stiller muss es manchmal in mir sein, damit ich hören kann, was mein Inneres gerade wirklich braucht.

Ein Meeting mit dir allein

Und das ist schon alles.
Kein Pipapo, kein Firlefanz. Keine Hektik, terminlos sein, ohne Verabredung oder Dates bleiben. Die Chats geschlossen, soziale Kontakte hinten anstellen.

Balsam für gehetzte Nerven

Manche Menschen haben das schon sehr viel mehr verstanden als ich. Sie lassen sich nicht einnehmen durch das Chaos im Außen, sondern gönnen sich die Momente für sich selbst.
Meist bewundere ich die stoische Gelassenheit Anderer, wenn ich sie auch oft kritisiere – gerade dann, wenn mich die Eile packt.
Dann pushe ich gern und möchte die Menschen um mich herum mitziehen.
Das ist mein stürmisches Wesen – tief verankert in der Persönlichkeit.
Doch mittlerweile kann ich auch oft anders … und einfach mal leise sein.

Es gibt einen Spruch, der mir gut hilft, um innezuhalten:

 Wenn du es eilig hast, geh langsam. Konfuzius

Er fordert mich jedes Mal wieder auf: Lass dir Zeit

Du musst nicht durchs Leben rennen. Ich weiß, dass dies oft schwierig ist umzusetzen.
Wir sind doch alle im Stress und man kann es schon gar nicht mehr hören.
Umso wichtiger erscheint es – ähnlich einer auf rot-umschaltenden Ampel – regelmäßig Abstand zu Allem zu gewinnen.
Damit verschaffst du dir klare Sicht auf deine Lebensinhalte und findest Stabilität im inneren Kern.
Du lernst in dich hinein zu spüren, wo deine echten Bedürfnisse liegen und wie du ihnen Beachtung schenkst.

Geh langsam

In Momente hinein, die dich atmen lassen.

ICH FREUE MICH ÜBER DEINEN KOMMENTAR, DEINE ANREGUNGEN, DEINE GEDANKEN