Leben

Was fehlt

Es gibt diese Zeiten im Leben, da merkt man besonders, das einem etwas fehlt.

Zeit,
Liebe,
Freude.

Energie,
Motivation,
Inspiration.

Mut,
Zuversicht,
Mitgefühl.

Menschen,
Haustiere und die
Vergangenheit, die mit Ihnen fest verknüpft bleibt.

Wenn die Liebe fehlt

Dann ist es, als ob alles nur noch ein Funktionieren ist. Wir sehnen uns nach Nähe, fühlen uns nicht verbunden mit der Welt und den Menschen.
Wir nehmen dennoch am Leben teil und vergraben unsere Trauer und auch manchmal unsere Hoffnung unter dem Alltagsstaub. Dann spüren wir Liebe nur ganz leise.
Weil sie zu wenig Platz hat im Herz. Weil da so viel Staub ist …

Es fehlt Motivation

Weil die Tage so gleichsam sind – wie alle Massen sich in die Städte schieben, die Menschen in die Bahnen drängen, alles um einen so laut ist.
Weil uns der Job gerade nervt und die Kollegen schon lange nur noch mit sich beschäftigt sind. Uns fehlt der Antrieb, etwas anzustoßen. Die Motivation, eine Veränderung herbeizuführen – und wenn es nur in unseren Köpfen ist. Gleichzeitig haben wir Angst vor den Dingen, die nicht gewohnt sind. Und so treten wir weiter auf der Stelle…

Der ferne Mut

Wir könnten doch, wenn wir nur wöllten! Bäume ausreißen, Träume verwirklichen, eine Reise buchen, unseren Marktwert mal wieder austesten, das Haar endlich abschneiden.
Doch bevor wir dazu kommen, hat uns der Mut wieder verlassen.

Vergangenes vermissen

Das Schlimmste, was einem fehlen kann sind die Verbindungen zu Menschen und Tieren, die nicht mehr bei uns sind. Die guten, alten Zeiten.
Warm wird es uns heute ums Herz, wenn wir daran zurückdenken. Wir sehen uns auf Bildern und fühlen, dass uns damals nichts gefehlt haben kann.
Aber auch in dieser Zeit haben wir vermisst … da ist nur unser tief verankertes Ideal, was oftmals nur das Gute in der Seele übrig lässt und das andere in den Schatten stellt.

Es fehlt immer irgendetwas

Denn haben wir das eine, fehlt uns das andere.
Spüren wir Freude, ist die Trauer nicht fern.
Fühlen wir uns voller Energie, braucht es irgendwann auch wieder Erholung.
Schauen wir zuversichtlich nach vorn, kommt doch immer mal wieder ein Zweifel um die Ecke.

Die Vergangenheit liegt hinter uns wie ein ausgerollter Teppich. Wir sehen noch die Muster, die sie trägt. Und dennoch können wir sie nicht mehr anders gestalten.

Was fehlt

Ist die Zukunft im Weitblick,
der Kopf im Wind,
das Herz am rechten Fleck.
Das Heilen der Wunden,
das Bedecken der Narben.
Keimende Hoffnung,
Frieden im Geist.

Was fehlt, können wir nur selbst herausfinden, um Stück für Stück,
wohl bis zum Ender unserer Lebenstage, einem doch immer etwas unvollkommenen Leben entgegen zu streben.

ICH FREUE MICH ÜBER DEINEN KOMMENTAR, DEINE ANREGUNGEN, DEINE GEDANKEN