Akzeptieren, was nicht zu ändern ist

Wir tun uns oftmals schwer damit, etwas so zu akzeptieren, wie es natürlicherweise ist.

Da gibt es so viele Situationen im Leben, in denen wir Schwierigkeiten haben, andere Meinungen gelten zu lassen, Menschen eben sein zu lassen, wie sie sind, aber auch Gegebenheiten und Lebensumstände schlicht hinzunehmen.

Hinnehmen heißt nicht Einwilligen

Es ist vor allem deshalb schwer, weil wir schnell zu der Annahme kommen, dass unsere Sicht auf die Dinge beim Akzeptieren „zu kurz“ kommt, unsere Meinung damit nicht zum Tragen kommt oder wir uns klein machen, indem wir uns mit etwas abfinden.

Akzeptieren als Niederlage

Das fühlt sich geradewegs wie eine persönliche Niederlage an – weil wir manchen Situationen und dem Lauf der Dinge gegenüber so ausgeliefert sind.
Und das sind wir tatsächlich:
Wir kontrollieren, optimieren, verändern und managen alle möglichen Lebensbereiche rund um Kindererziehung, Partnerschaft, Job und Alltag.
Wir tun dies, um stets das Gefühl zu haben, dass wir alles im Griff haben, denn dann stellt sich in uns innere Sicherheit ein.

Leben bietet wenig Sicherheit

Unvorhergesehenes trifft uns. Das Schicksal schlägt zu. Unerwartetes kommt um die Ecke.
Dann stehen wir manchmal vor den schweren Brocken unseres sicher geglaubten Luftschlosses und wissen nicht, wohin mit uns und unserer Unsicherheit.
Wir hadern mit der schicksalshaften Fügung, zweifeln an unseren Motiven, stellen alles in Frage.

Akzeptieren, was nicht zu ändern ist

Nicht, weil du keine Stimme hast.
Nicht weil du klein bist.
Auch nicht, weil du zweifelst.

Akzeptiere die Dinge, die dir passieren, damit du Zufriedenheit erlangen kannst.

Wenn meine Oma mir 12 Jahre nach dem Tod meines Opas erzählt, wie sie auf ihr Leben zurückblickt, dann ist da vor allem eines: Akzeptanz.
Und zwar ganz grundlegend – der Kaffeesatz eines sehr alten Menschenlebens.
Sie spricht dann davon, wie ihr das Alter mehr und mehr half, Dinge zu nehmen, wie sie sind. Die gewonnene Weisheit mit zunehmendem Lebensalter hat ihr Ruhe mit vielen Lebensthemen geschenkt. Sie gibt zu, dass sie Fehler gemacht hat, die sie bereut hat – viele Jahre.
Aber sie gibt mir vor allem eines mit auf den Weg:

„Du wirst die Welt nicht bewegen, indem du gegen den ursprünglichen Plan des Lebens für dich ankämpfst.
Du wirst trotz aller Widrigkeiten weiter wachsen, weil du so eine schöne Seele hast.
Nimm das Leben hin mit Demut.“

Die Worte dieser 88-jährigen, weisen, liebevollen Frau hallen in mir nach und machen mir deutlich, mas unvermeidlich und doch so wesentlich ist:

Der Lebenszeit ihren Lauf gewähren

Dabei werden wir gerade Pfade beschreiten und Irrwege, auf Abwege kommen und Umwege in kauf nehmen müssen.

Verlaufe dich, stolpere, stehe auf und gehe weiter.
Mache deinen Frieden mit allem, was auf deiner ganz persönlichen Lebensreise nicht in deiner Macht liegt.
Akzeptiere dich, deinen Weg und nimm das Leben demütig an.

Danke Omi, dass ich noch soviel von Dir lernen kann – Ich hab dich lieb.

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  • Antworten Antje 1. September 2018 um 0:20

    Wenn es nicht nur manchmal so verdammt schwer wäre..
    Ich drück dich..

    • Antworten Jane 7. September 2018 um 9:55

      Hallo Antje, dass ist es. Aber wir kommen so oft nicht drum herum, die Dinge so zu nehmen, wie sie sind und die Zeiten, die eben kommen. Fühl dich umarmt. Vielen Dank für deine Worte. Liebe Grüße *

    ICH FREUE MICH ÜBER DEINEN KOMMENTAR, DEINE ANREGUNGEN, DEINE GEDANKEN

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